Prä­si­den­tin auf Sen­der-Vi­si­te

Heim­spiel für Gerda Has­sel­feldt

Am Anfang war Straubing. Gerda Hasselfeldt, 1950 in der Stadt geboren, in Haibach aufgewachsen, gilt als erfolgreiche und hoch angesehene Politikerin. Unter anderem zweimal Bundesministerin, später Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. Vielfach nahm sie Aufgaben als erste Frau überhaupt wahr: Zuletzt sechs Jahre lang als Vorsitzende der CSU-Landesgruppe in Berlin. Und dann als Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes. Jetzt besuchte sie Einrichtungen des BRK im Kreisverband Straubing-Bogen und machte dabei auch eine kurze Visite bei Radio AWN.

Gerda Hasselfeldt erbringt den durchaus nicht selbstverständlichen Nachweis, dass ein Leben nach der Politik möglich ist. Im Herbst des vergangenen Jahres hatte sie nicht mehr für den Bundestag kandidiert. Kurz darauf rückte sie in das höchste Amt in der großen Hilfsorganisation mit seinen rund drei Millionen Mitgliedern, mindestens 400.000 ehrenamtlichen Helfern und 165.000 hauptamtlichen Mitarbeitern.

Politik hat sie in den Genen. Es könnte auch an der Haibacher Luft liegen. Bereits Hasselfelds Vater, Alois Rainer sen., war Bürgermeister, Landtags- und langjähriger Bundestagsabgeordneter. Eine Legende des Bundestags bildete darüber hinaus der Haibacher Ernst Hinsken, der beste Wahlergebnisse einfuhr und es bis zum Staatssekretär brachte. Die Tradition führt Alois Rainer, Hasselfeldts jüngerer Bruder, fort. Er vertritt seine Heimat in der zweiten Wahlperiode als Direktabgeordneter im Bundestag.